2015

Top 15 German innovators of 2015 [de]

WIRED, February 2015
WIRED Germany identified our founder Reto Wettach and CEO Nancy Birkhölzer as two of the top innovators of 2015.

These are the innovators of 2015

English abstract

These future innovators build products and services for the internet of things in their design studio (and a connected coffee cup for WIRED). 

Das sind die Innovativen 2015

German abstract

Die Zukunftsmodellbauer konstruieren mit ihrer Agentur das Internet der Dinge (und für WIRED eine Netztasse).

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Reto Wettach steht im Büro und drückt den Hebel der Kaffeemaschine einmal kräftig nach unten – und der Kaffeesatz spritzt in alle Richtungen. „Scheiße“, sagt Wettach, Gründer der Zukunftsbastelagentur IXDS, die er zusammen mit Nancy Birkhölzer leitet. Zum Glück haben die beiden die Hebelmaschine nicht erfunden, sonst wäre die Sauerei sofort im Internet gelandet: Denn vieles von dem, was IXDS baut, ist direkt ans Netz angeschlossen. 

„Als ich IXDS gegründet habe, wollte ich Lernen, Forschen und Machen an einem Ort zusammenbringen“, sagt Wettach. Das zeigt sich heute sehr anschaulich in den Agenturräumen in einem Berliner Hinterhof: An der Toilettentür hängt ein Türklopfer, der sich über eine App bedienen lässt; daneben steht ein T-Rex aus Pappe, der sein Maul bei neuen Tweets auf- und zuklappt; und auf dem Tisch liegt eine Box, die als Piratenradiosender Programm in Bürgerkriegsgebieten ausstrahlen kann. „Über etwas, das auf dem Tisch liegt, kann man einfacher sprechen“, sagt Birkhölzer. „Wozu zum Beispiel brauchen wir noch Touchscreens, wenn wir Dinge vor uns haben, die intelligent sind?“

15 neue Ideen für 2015: Sie erfinden die Zukunft - im Nanolabor und auf dem Weg zum Mond, im Kampf gegen Krebs und den Hunger der Welt, in Soundstudios und auf Hackathons. Wir haben die kreativen Vordenker und Innovatoren besucht. 

Ihre Mitarbeiter denken über solche Herausforderungen nach, bauen schnell einen Prototypen und probieren daran herum, um ihn weiterzuentwickeln. Aus dem Spielen mit diesen handfesten Objekten leiten sie ab, wie die konkreten Geräte der Zukunft aussehen und was sie können werden. Oder können sollten. Ob Waschmaschinen, Fernseher oder Telefonbü- cher: Konzerne wie Siemens und die Telekom beauftragen die Agentur, weil sie etwas über ihre Produkte im Übermorgen erfahren wollen. 

Doch IXDS arbeitet nicht nur für Firmenkunden, die Agentur lässt ebenso die Allgemeinheit an der Zukunft basteln: Dafür haben sie einen Elektronikbaukasten namens Fritzing entwickelt, mit dem auch Anfänger Prototypen fürs Internet der Dinge herstellen können. Oder einfach nachbauen: zum Beispiel den Tinkercup, den IXDS nun exklusiv für WIRED GERMANY entworfen hat. Er teilt dem Netz seine je momentane Befindlichkeit mit: ob es ihm warm ist, sich also frischer Kaee in ihm befindet – oder er sich irgendwie leer fühlt.

JAKOB VICARI

Wozu zum Beispiel brauchen wir noch Touchscreens, wenn wir Dinge vor uns haben, die intelligent sind?

A short video related to the article with Reto Wettach and Nancy Birkhölzer on innovation