2016

The four-day week dream: »I'm more relaxed than ever before« [DE]

Bento, September 2016
Our Industrial Designer Fabian Bartelt was among a group of under 30 year olds who were interviewed by Bento (a publication from SPIEGEL ONLINE) about living the four-day work week. Read the interview with Fabian here, and head to the Bento website for the full article. 
English Abstract

For some, it’s always more: more overtime and more professional emails that need to be answered on weekends. While many only dream of having time for themselves, others simply embrace the four-day week.

How can this become reality? What do you do with the extra free time? And how does this work model affect job performance? Three women and a man talk about their personal experiences.

German Abstract

Bei manchen wird es immer mehr: mehr Überstunden, mehr berufliche Mails, die am Wochenende beantwortet werden. Während viele nur davon träumen, endlich mal Zeit für sich zu haben, ziehen andere es einfach durch: die Vier-Tage-Woche.

Bringt das wirklich etwas? Was macht man mit der zusätzlichen freien Zeit? Und wie wirkt sich dieses Arbeitsmodell auf die eigene Leistung im Job aus?

Drei Frauen und ein Mann erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen.

Article German

Fabian, 28, Industriedesigner bei IXDS, München

Ich habe mich nicht bewusst für eine Vier-Tage-Woche entschieden. Mein jetziger Chef ist mein ehemaliger Uniprofessor und fragte mich, ob ich bei ihm in der Firma einsteigen möchte. Ich wusste von der Vier-Tage-Woche für alle Mitarbeiter und war neugierig, ob und wie das funktioniert.

Für mich war immer schon wichtig, einigermaßen entspannt durchs Leben zu gehen und darauf zu achten, dass ich ausgeglichen bin. Aber seit ich vor drei Monaten in der Firma angefangen habe, bin ich so tiefenentspannt wie selten zuvor.Ich habe richtig viel Zeit, um Sport zu machen, spiele Volleyball und fahre BMX. Außerdem habe ich noch eine eigene Firma mit zwei Freunden zusammen. Ich finde es natürlich gut, für die auch mal mehr arbeiten zu können.

Ich habe das Gefühl, dass alle durch die verkürzte Woche gerne mehr Leistung bringen. Natürlich schafft man nicht so viel wie in fünf Tagen, aber man verschwendet auch weniger Zeit und hat seltener Leerlauf. Durch die drei freien Tage starte ich mit viel mehr Inspiration in die neue Woche. Und wenn dienstagabends schon die Hälfte der Woche herum ist, hebt das natürlich die Laune.

Der einzige, der sich wundert, ist mein Opa: Er hat sein Leben lang viel gearbeitet und ich habe einen Vollzeitjob mit nur vier Tagen, das irritiert ihn manchmal schon.